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16. Februar 2012

Neue Holzschutz-DIN 68800

SCHNOOR setzt Handlungsanweisungen optimal um

Unter welchen Bedingungen reicht die natürliche Dauerhaftigkeit von Holzarten aus? Welche zusätzlichen Schutzmaßnahmen sind zu treffen? Diese und weitere Fragen sind in der überarbeiteten DIN 68800 „Holzschutz“ neu festgelegt worden. Das Deutsche Institut für Normung e. V. hat den ersten Teil dieser Normenreihe jetzt veröffentlicht, der allgemeine Grundlagen behandelt. Für den Holzschutz im Bauwesen stehen somit wieder aktuelle Arbeitsrichtlinien zur Verfügung.

 

DIN 68800-1 mit Neuerungen

Auch in dieser überarbeiteten Version konnte der Grundsatz „baulicher Holzschutz geht vor chemischem Holzschutz“ verteidigt werden – wie auch schon in dem Vorgängerdokument. Der erste Teil der DIN gibt zu den unterschiedlichen Gebrauchsbedingungen notwendige, mögliche und zweckmäßige Handlungsweisungen. Einige wichtige Punkte haben wir für Sie zusammengefasst:

 

- Die 6 „Gebrauchsklassen“ (GK), vorher „Gefährdungsklassen“ genannt, dienen zur Einstufung im Hinblick auf einen Schutz gegen Holzschädlinge.

 

- Die 3 Nutzungsklassen nach DIN EN 1995-1-1 (ehemals DIN 1052) sind Basis für die Bemessung von Holzbauteilen.

 

- Die in EN-Normen nicht geregelte Gebrauchsklasse 0 (GK 0) bleibt bestehen. Sie wurde hinsichtlich ihrer Anwendungsbereiche erweitert und umfasst jetzt auch technisch getrocknetes Holz sowie begehbare Dachstühle mit sichergestellter Kontrolle.

 

- Grundsätzliche bauliche Maßnahmen nach DIN Teil 2 sind für Maßnahmen in GK 1 bis 3 zu beachten – unabhängig von der Art der Holzschutzmaßnahme.

 

- Kann die GK 0 durch besondere bauliche Maßnahmen nach DIN Teil 2 realisiert werden, so sind diese zu bevorzugen.

 

- Wenn hierbei die baulichen Maßnahmen nach DIN Teil 2 oder die Dauerhaftigkeit der gewählten Holzart alleine nicht ausreichen, sind Holzschutzmittel gemäß DIN Teil 3 anzuwenden.

 

- Bei der Verwendung getrockneter Hölzer (Brettschichtholz, Brettsperrholz oder anderer bei Temperaturen >= 55 °C technisch getrockneter Hölzer) sind in GK 1 keine Holzschutzmittel erforderlich.

 

 

SCHNOOR durch Konstruktionsvollholz schon jetzt DIN-konform

Diese genannten Punkte sind lediglich ein Auszug aus dem 35 Seiten umfassenden Dokument. Doch wie geht Ihr Spezialist für individuelle Holzkonstruktionen mit dieser überarbeiteten DIN um? Vorrangig fertigt SCHNOOR Dachstühle für Einfamilienhäuser. „Das Holz wird hierbei trocken unter Dach verbaut. Da wir dafür seit Jahren bereits Konstruktionsvollholz verwenden, kann unsere Kundschaft jetzt auch DIN-konform auf eine Imprägnierung verzichten und die Hölzer naturbelassen bestellen“, sagt Konstrukteur Bernd Illig. Selbst wenn sich Holzbauteile im Freien befinden sind sie GK 0 – sofern durch Schutz gegen Niederschlag keine unzuträgliche Feuchteanreicherung möglich ist. Zu diesen Schutzmaßnahmen zählen alle Schritte, die dazu dienen, das Holz trocken zu halten. Das ist die wichtigste Forderung beim Holzschutz. Beispiele für solche Maßnahmen sind ein gewisser Mindestdachüberstand oder die Verwendung entsprechender Stützenfüße für Eingangs- bzw. Terrassenstützen.

 

Durchdachte Planung ermöglicht nachhaltige Holzkonstruktion

Sollte das frei bewitterte Holz dennoch feucht werden, ist es wichtig, dass es rasch wieder abtrocknen kann. „Wir bei SCHNOOR achten bei der Planung darauf, waagerechte Flächen zu vermieden, indem die Hölzer abgegratet, abgedeckt und oder unter Neigung verlegt werden. Auch gut geplante Fugen, gerade im Hirnholzbereich, tragen, wie auf Distanz montierte, luftumspülte Knotenanschlüsse, zur Langlebigkeit bei“, schildert Illig. Darüber hinaus empfiehlt SCHNOOR stets eine resistentere Holzart, wie zum Beispiel Lärche, die bei einer Rohdichte von >= 700 kg/m³ selbst in der Gebrauchsklasse 3.2 (Balkon) Verwendung findet. Eine Wetterschutzbeschichtung vermindert das Vergrauen und die Wasseraufnahmefähigkeit zusätzlich. „Bei den von uns durchgeführten Maßnahmen steht eins im Vordergrund: Die Holzkonstruktion muss solide, nachhaltig und somit wertstabil sein. Unsere Kunden sollen lange Freude daran haben“, erläutert Illig die Maßgabe bei dem Holzspezialisten aus Burg.

 

Die anderen Teile der DIN 68800 „Holzschutz“ werden Anfang 2012 veröffentlicht. Durch unseren Newsletter halten wir Sie über Teil 2 (Baulicher Holzschutz), Teil 3 (Anwendung von Holzschutzmitteln) und Teil 4 (Bekämpfungsmaßnahmen) weiter auf dem Laufenden!